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autorenlesung sebastian fitzek |
Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken.
Er spielt es mit deinen Kindern.
Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden. Doch deine Suche wird ewig dauern.
Der 39jährige Berliner Fitzek eroberte schon mit seinem ersten Psychothriller "Die Therapie" die Taschenbuch-Bestsellerliste und wurde als Debütant für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.
http://www.sebastianfitzek.de |
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max frisch - drittes tagebuch |
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ich bin nicht krank, oder ich weiss es nicht. was ist bloß mit den wörtern los? ich schüttle sätze, wie man eine kaputte uhr schüttelt, und nehme sie auseinander; darüber vergeht die zeit, die sie nicht anzeigt.
[max frisch, entwürfe zu einem dritten tagebuch, suhrkamp 2010, s. 29] |
ich trag ein reißen in der brust
das kommt nicht nur vom rauchen
und bet mir in die hand: du musst
nur lernen, einzutauchen
ins nasse, dunkle weite
nur weitersinken bis zum grund
bis du zur andern seite
den eisgen wasserspiegel brichst und
dir die lungen füllst mit lust
du wirst den atem brauchen
ich trag ein reißen in der brust
das kommt nicht nur vom rauchen
[andi] |
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der augenblick, auf dem du stehst,
ist kurz
und messers schneide.
zwischen sturz und sturz
erschwankst du gleichgewicht
von bein zu bein
und willst im fall´n doch nur
bewegter körper sein.
[andi] |
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bloomsbury 2010
macht uns erst zivilisation zum menschen?
„in wilderness is the preservation of the world“ - das vorangestellte Thoreau-Zitat macht das programm deutlich: klassische fragen der menschheit wie 'was macht uns zum menschen', oder 'was unterscheidet uns vom tier', werden in boyles 14 neuen kurzgeschichten aufgearbeitet. das zur erörterung dieser grundfragen hinzugezogene personal erstreckt sich vom nackt durch die wälder des napoleonischen frankreichs rennenden wilden kind der titelstory ['wild child'], bis zum griesgrämig-zynischen anthropophilen autokurier der sich im mudslide zum lebensretter entwickelt und angesichts des todes anderer seine eigene 'menschlichkeit' entdeckt ['la conchita'].
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martin von arndt - ego shooter |
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klöpfel&meyer
"es geht mir. es geht mir nicht. es geht mir nicht gut. aber es geht mich nichts mehr an. ich gehe mich nichts mehr an." [136] Natürlich ist es ein wenig manieriert, wenn Martin von Arndt in seinem Roman „ego shooter“ das Wörtchen „und“ konsequent durch das „&“-Zeichen ersetzt. & dass er seinen Worten nicht einmal am Satzbeginn einen Großbuchstaben zugesteht, kann man schon fast als Grausamkeit am Zeichen empfinden. Aber der Erfolg gibt dem Autor durchaus recht. Schon das Satzbild allein, die atemlos dahin gestammelten Kleinwortkaskaden, zerhackt von Sonderzeichen und Zahlen, die Sprünge zwischen moderner Computersprache und geologischen Fachausdrücken: Sie bringen dem Leser eben jene ruhe- und haltlose Katastrophe nahe, auf die der Protagonist des Textes unweigerlich zutreibt.
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männer die auf ziegen starren |
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grant heslov, usa 2009 kinostart: 04.03.2010 http://www.ziegen.kinowelt.de/
Großartige Schauspieler, interessante Story und ein schlampiges Ende: So könnte man den Film „Männer die auf Ziegen starren“ in einem Satz zusammenfassen. Tatsächlich besticht das Regiedebüt von Grant Heslov von Anfang an durch seine Akteure: Ewan McGregor, George Clooney, Jeff Bridges und Kevin Spacey haben offensichtlich Spaß an der aberwitzigen Geschichte um den Kleinstadtreporter Bob Wilton (Mc Gregor) und eine parapsychologische Spezialeinheit des US-Militärs: der New Earth Army.
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